Bockshornklee (Trigonella foenum graecum; engl. Fenugreek)

Der Bockshornklee gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler. Er ist eine einjährige krautartige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 30 bis 80 Zentimetern erreicht und viel Sonne sowie lehmigen Boden benötigt. Seine hornförmigen Hülsenfrüchte gaben ihm den Namen. Er wird auch Ziegenhorn, Kuhhornklee, Siebenzeit und Schöne Margreth genannt. Die Früchte reifen von Juli bis September. Die Samen verströmen beim Zerreiben einen intensiven Geruch.

Bockshornklee wurde schon in der Vorgeschichte als Heilpflanze verwandt. Hildegard von Bingen schwor auf ihn gegen Hautkrankheiten. Im muslimischen Kulturkreis verwandte man Bockshornklee gegen Haarausfall, Diabetes oder bei Menstruationsbeschwerden. Pfarrer Kneipp setzte auf die Heilpflanze im Kampf gegen Geschwüre.

Aus den Samen des Bockshornklees wird ein fettes Öl gewonnen mit Triglyceriden der Linolen-, Palmitin-, Linol- und Ölsäure. Es enthält Vitamin A und D, Phosphor und Cholin und Histidin, das angeblich einer Verfettung der Leber entgegen wirkt und Arteriosklerose vorbeugen soll. Bockshornklee wird als Teebeutel, Pulver oder in Form von Nahrungsergänzungsmitteln verabreicht.

 

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Discorea villosa (lat.=wilder Yams)

Discorea villosa ist eine in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien beheimatete Kletterpflanze mit herzförmigen Blättern. Sie bildet unterirdisch sogenannte Rhizome, also dicke Sprossen, die zwischen 0,5 und 1,5 Zentimeter Durchmesser haben. Manche Indianerstämme verwenden diese stärkehaltigen Rhizome, die Yamswurzel, als Arzneimittel. In Afrika wird sie als Nahrungsmittel verwendet. Neben der Stärke enthält die Yamswurzel das Phytohormon Diosgenin, welches dem weiblichen Hormon Progesteron leicht ähnelt, außerdem den Mineralstoff Kalium und Provitamin A.

Die Yamswurzel wird unter anderem in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und in der Homöopathie verwendet. Sie hat heilende Wirkung unter anderem bei Bauschmerzen, Koliken, Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden und lindert Muskelschmerzen. Schließlich soll sie entzündungshemmend sein bei allen Infektionen, die mit Schmerzen verbunden sind.

Trifolium pratense (lat.=Wiesenklee)

Trifolium pratense ist lateinisch und bedeutet Wiesenklee oder Rotklee. Die Pflanze ist eine Art, die zur Gattung Klee gehört und zur Familie der Hülsenfrüchtler. Sie ist ein Phytohormon, das Östrogene nachahmt, enthält sogenannte Isoflavone und soll nach Auffassung von Apothekern so wirksam sein wie die ähnlich wirkende Sojawurzel. Der Wiesenklee ist bei uns heimisch und erkennbar an der kugeligen violetten Blüte. Er wird bis zu 60 Zentimetern hoch und kommt auf Wiesen, Feldern und Wäldern vor. Von Mai bis September kann er geerntet werden und wird sowohl als Heilpflanze eingesetzt als auch Futterpflanze.

Das Wasser von abgekochten Blüten soll gegen Durchfall, Leberbeschwerden, Bronchitis und Magenkatarrh helfen sowie schleimlösend sein bei Erkältungen. Zubereitungen aus den Blüten sollen auch gegen Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden können. Eine ältere Studie (2003) konnte keine Ergebnisse in dieser Hinsicht nachweisen. In der Onkologie wird dem Wiesenklee eine Wirkung bei der Behandlung von hormonabhängigen Tumoren zugesprochen. Dies ist bislang nicht ausreichend belegbar.

Rodiola rosea (lat.= Rosenwurz)

Der Rosenwurz ist eine Pflanzenart aus der Familie der Dickblattgewächse. Sie hat es gerne kühl und kommt etwa häufig in Sibirien vor, aber auch sonst in den arktischen Gebieten sowie Gebirgsregionen Eurasiens und Nordamerikas. Sie wird bis zu 35 Zentimetern groß und bildet Pfahlwurzeln. Rodiola rosea ist ein Adaptogen (wie etwa auch Schisandra oder Ginseng): es soll stressresistent machen und wird als natürliches Antidepressivum angepriesen.In Sibirien gilt der Rosenwurz als „goldene Wurzel“, ihr Extrakt soll Erinnerungsvermögen, Konzentration und Aufnahmevermögen erhöhen. Außerdem soll der Rosenwurz bei Potenzstörungen helfen.Er wird in Form von Tee oder Extrakten vor allem in russischen, baltischen und skandinavischen Ländern medizinisch verwendet.

Die europäische Arzneimittelagentur (EMA) sieht zwar keine ausreichenden Belege für eine medizinische Wirksamkeit, beurteilt den Rosenwurz zur vorübergehenden Linderung von Stressymptomen aber als  positiv. Ähnlich äußern sich die deutschen Apotheker in der „Pharmazeutischen Zeitung“. Gravierende Nebenwirkungen konnte die EMA nicht feststellen.

Gotu Kola

Gotu Kola, auch indischer Wassernabel oder Tigergras (lat. Centella Asiatica) ist eine Pflanzenart in der Gattung Centella in der Familie der Doldenblütler. Sie wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin und in der indischen ayurvedischen Medizin verwendet. In China wird das Tigergras auch „Brunnen des Lebens“ genannt.

Gotu Kola ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit fein behaarten Stängeln und nierenförmigen Laubblättern. Sie ist weltweit in den Tropen und Subtropen verbreitet, bevorzugt feuchte bis sumpfige, humushaltige Standorte in Höhenlagen, wächst aber auch an Flussufern und Reisfeldern. Der Wassernabel soll antibiotisch, antimykotisch und zytostatisch (=das Zellwachstum hemmend) wirken. Er wird eingesetzt zur Wundheilung, dann bei parasitären Infektionen wie Cholera, Syphilis oder Tuberkulose, bei psychischen Störungen sowie bei Arteriosklerose.

Extrakte des Krautes sollen angeblich erfolgreich zur Hautstraffung und Hautverjüngung eingesetzt worden sein, so die europäische Wellness-Industrie. Schließlich soll Gotu Kola auch die Libido fördern und Menstruationsbeschwerden lindern. Gotu Kola wird als Tinktur, Tee (TCM), Kapseln, Tabletten oder Salben angeboten.

Turnera diffusa

Turnera diffusa ist der lateinische, offizielle Name für die Pflanze Damiana. Ihr Name leitet sich vom Schutzpatron der Apotheker und Ärzte, Damian, ab. Turnera diffusa ist eine Art aus der Gattung der Safranmalven und kommt häufig in Nordafrika vor. Doch reicht ihr Verbreitungsgebiet auch vom südlichen Nordamerika bis nach Argentinien. Bekannt ist die Pflanze vor allem als natürliches Aphrodisiakum, sie wird aber auch als Heilpflanze eingesetzt.

Damiana ist ein kleiner Strauch, der bis zu zwei Metern hoch wachsen kann. Alle Pflanzenteile sind behaart. Die Blätter sind lanzettförmig, die Blüten zeigen sich leuchtend gelb vom frühen bis zum späten Sommer. Ihre Kapselfrucht duftet süß und schmeckt feigenähnlich. Damiana liebt felsige, trockene Standorte. Sie ist häufig auf Kalkstein zu finden. Die Blätter enthalten Koffein und Tannin und werden während der Blütezeit geerntet, um daraus eine pharmazeutische Droge herzustellen.

Turnera diffusa wurde bereits in prähistorischer Zeit von den Ureinwohnern Südamerikas als Medzin- und Liebestrank verwendet. In Mexiko ist es auch heute noch ein beliebtes Heilkraut. Aus getrockneten Blättern wird ein Tee zubereitet, der Erkältungen und Infektionskrankheiten sowie Erkrankungen der Blutgefäße bekämpfen soll. Traditionell aber findet Damiana als Aphrodisiakum und Stärkungsmittel Verwendung und soll gegen Impotenz und Hodenentzündungen helfen. Es verstärkt erotische Gefühle und erhöht die Sensibilität der Haut. Seit Ende der 60er Jahre gilt Damiana als „legal high“ und wird als milder Marihuana-Ersatz gehandelt. Neuere Studien bestätigen die aphrodisische Wirkung und führen dies vor allem auf einen Anti-Progesteroneffekt zurück.